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INFO
Der Watzmann ruft
- Das Original -
„Hollerödulliöh!“ Bereits an diesem
vielbenutzten Ausruf aus Wolfgang Ambros’,
Manfred Oskar Tauchens und Joesi Prokopetz’ „Der
Watzmann ruft“ kann man erkennen, dass dieses „Rustical“
(wie es die Autoren nennen) sich selbst nicht
ganz so ernst nimmt, wie es die
schicksalsschwere Handlung befürchten lassen
könnte. „Der ewige Kampf des Menschen mit dem
Berg“, der Watzmann, der den Sohn des Bergbauern
ruft, der innere Kampf des „Buam“ mit sich
selbst, bis er schließlich aufsteigt, den
Watzmann zu bezwingen – mit dem nötigen Ernst
und einer Prise Pathos dargebracht, ist diese
Geschichte selbst schon für einen unterhaltsamen
Abend gut.
Mit dem einem oder anderen Schuss Witz und
natürlich auch mit der mal
dramatisch-stimmungsvollen, mal
fetzig-schwungvollen Musik zwischen Rock und
Schuhplattler - selbstverständlich live
dargeboten - erreicht das Stück hohe
humoristische Klasse, ohne dabei auf das Niveau
krachledernen Bierzelthumors abzusinken. Und so
folgen auch die Nicht-Alpenbewohner im Publikum
den Akteuren gerne "aufi, zu den Bergesgipfeln"
"bis zu den Waden in einem Kuhfladen". Denn "wen
er einmal gerufen hat, den holt er sich auch,
der Watzmann“. Die parodierten Trachtenkostüme,
der tief österreichische Zungenschlag der
Schauspieler, die absichtlich auf amateurhaft
getrimmten Pappkulissen und der spritzige
Musikmix aus Rock und alpiner Folklore haben bis
zum heutigen Tage nichts von ihrem Witz
eingebüßt. Na, und dass jeder Auftritt der zur
Kultfigur aufgestiegenen "Gailtalerin" einen
Angriff auf die Lachmuskeln darstellt, versteht
sich von selbst.
1974 entstand die dritte gemeinsame Arbeit der
Jugendfreunde Wolfgang Ambros, Manfred Oskar
Tauchen und Joesi Prokopetz (Letzterer hatten mit
"Codo" in der Neuen Deutschen Welle einen der
erfolgreichsten Hits) als von ihnen so
bezeichnetes Rustikal in 8 Hörbildern
komponiert von Ambros, getextet von Prokopetz
und inszeniert von Tauchen. Mit über 250.000
verkauften Exemplaren - eine der
erfolgreichsten Aufnahmen der österreichischen
Musikszene - hat dieses deutschsprachige
Konzeptalbum bis heute einen enormen Stellenwert.
Die Akteure:
Wolfgang Ambros:
„Der Watzmann“ zieht sich als immer wiederkehrendes Phänomen durch Wolfgang Ambros
mittlerweile 33 Jahre andauernde einzigartige
Karriere. Er wollte sich diesem Fluch entziehen,
„aber es geht net“. Somit ist auch er wieder dem
Ruf des Berges gefolgt. Beflügelt durch das
Engagement von Joesi Prokopetz und Rudi Dolezal
sowie der Zusage von Christoph Fälbl konnte er
dem Reiz nicht widerstehen, erneut mit seinen
langjährigen Wegbegleitern auf der Bühne zu
stehen.
Beim Watzmann überzeugt er nicht nur als Sänger,
sondern führt als Erzähler gekonnt durch die
schaurig-schöne „Alpensaga“.
Joesi
Prokopetz:
Den Namen Joesi Prokopetz könnte man eigentlich
auch als Synonym für Vielseitigkeit einführen.
Weit reicht sein Schaffensspektrum. Als er
zusagte, bei der neuen Watzmann-Produktion die
Rolle des Vaters und des Knechts zu spielen, war
der Grundstein für die Neuinszenierung gelegt.
Gemeinsam mit Rudi Dolezal (DoRo) ist ihm
eine moderne und witzige Fassung gelungen.
Christoph Fälbl:
Er bringt in seiner Doppelrolle als
schneidiger Bauernsohn und buckliger Knecht zwei
völlig konträre Charaktere überzeugend auf die
Bühne. Der Wiener wurde bereits 1991 beim
Watzmann Casting als „Bua“ auserkoren und
verkörpert diese Rolle wie kein anderer.
Klaus Eberhartinger: Zunächst skeptisch
ob der Anforderung an die Rolle der Gailtalerin,
wuchs er nicht nur an jedem Probentag mit der
Aufgabe, sondern löste dieselbe mit Bravour und
bringt durch seinen Charme eine vollkommen neue
Perspektive in diese Figur. Darüber hinaus
denkt er in der Zwischenzeit schon über eine
Geschlechtumwandlung nach.
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